• HOCHTIEF Nachhaltigkeitsbericht 2012
  • ·
  • Seite 66 von 116
  • ·
  • Seitenende

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Verantwortung für die Mitarbeiter zu übernehmen, ist ein wesentlicher Grundsatz nachhaltigen unternehmerischen Handelns. Für HOCHTIEF haben die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität. Unser Ziel ist es, eine Arbeitswelt möglichst ohne arbeitsbedingte Erkrankungen und Arbeitsunfälle zu schaffen, in der unsere Mitarbeiter gesund sind und bleiben. Auch bei unseren Vertragspartnern legen wir Wert darauf, solche Arbeitsbedingungen vorzufinden.

Klares Bekenntnis zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

In unseren Unternehmensleitlinien und dem HOCHTIEF Code of Conduct verpflichten wir uns zum aktiven Arbeits- und Gesundheitsschutz. Bereits im Juni 2008 unterzeichneten wir als Vertreter der deutschen Industrie die „Seoul Declaration on Safety and Health at Work“. HOCHTIEF vertrat dabei auch eine Branche, in der es ausnehmend anspruchsvoll ist, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu etablieren.

Um unseren hohen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir Mindestanforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz in einer entsprechenden Konzernrichtlinie festgelegt. 2012 wurde die Richtlinie überarbeitet. Sie gilt für alle Divisions des HOCHTIEF-Konzerns und diejenigen Beteiligungsgesellschaften, bei denen HOCHTIEF über ausreichende Einwirkungsmöglichkeiten verfügt. Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter angehalten, alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie die über Gefährdungsbeurteilungen identifizierten Risikominimierungsmaßnahmen einzuhalten.

Organisation von Arbeits- und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF

Arbeits- und Gesundheitsschutz ist bei HOCHTIEF eine Führungsaufgabe und obliegt innerhalb des Konzernvorstands dem Arbeitsdirektor. Das Kompetenzzentrum für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) ist dafür verantwortlich, die Themen im Unternehmen zu verankern, das Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement weiter zu optimieren und die Umsetzung der Richtlinie und ergänzender Vorschriften zu kontrollieren.

Die Divisions haben im Sinne einer Aufbau- und Ablauforganisation den Standards entsprechende Strukturen und Prozesse aufgesetzt. Diese werden regelmäßig vom AGUS Center geprüft. Innerhalb der Divisions werden

Managementbeauftragte und Fachexperten bestimmt. Sie beraten und unterstützen die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen. Das AGUS Center hält als übergeordnetes Bindeglied den Kontakt zu ihnen und stellt das Berichtswesen sicher. So gewährleisten wir, dass unsere definierten Ziele und Standards möglichst fehlerfrei umgesetzt werden.

Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in den gesamten Projektprozess integriert. Dazu gibt es in den Divisions Managementsysteme, die sich an internationalen Standards (ISO 18001, Safety Certificate Contractors SCC, OHSAS) orientieren. Die Abdeckung, gemessen an der Personalstärke, betrug zum Ende des Berichtsjahres 2012 66,3 Prozent.

Risiken frühzeitig erkennen

Arbeits- und Gesundheitsschutz setzt bei HOCHTIEF bereits bei den ersten Planungsschritten im Projekt an. Mit sogenannten Gefährdungsbeurteilungen ermitteln wir frühzeitig Risiken und legen präventive Maßnahmen fest. Ziel ist es, das Restrisiko für die Gesundheit der Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Bei der Nachunternehmerauswahl und -bewertung berücksichtigen wir auch die Arbeits- und Gesundheitsschutzperformance unserer Vertragspartner.